Google schaut zuerst auf dein Handy

Google schaut zuerst auf dein Handy
Montagmorgen, 6:30 Uhr. Meine Rankings sind in den letzten zwei Wochen um 15 Positionen gefallen und ich verstehe nicht warum. Der Inhalt ist gut, Backlinks sind okay, technisch läuft alles. Dann lese ich einen Artikel über Mobile-First Indexing und mir wird einiges klar.

Google crawlt seit März 2021 standardmäßig nur noch die mobile Version deiner Website. Wenn die anders aussieht als die Desktop-Version oder Inhalte fehlen, hast du ein Problem. Ich öffne meine Seite auf dem Handy und auf dem Desktop nebeneinander. Krass: Auf mobil fehlen zwei ganze Absätze pro Artikel, weil mein Theme die automatisch ausblendet.

Um 9 Uhr schaue ich in die Google Search Console unter Coverage. Da steht es schwarz auf weiß: 34 Seiten werden als Mobile-First indexiert, aber mit Warnungen. Fehlende strukturierte Daten, ausgeblendete Bilder, versteckte Textblöcke. Alles Sachen, die auf Desktop da sind, mobil aber verschwinden.

Ich ändere mein Theme so, dass alle Inhalte auf beiden Versionen identisch sind. Statt Texte zu verstecken, mache ich sie mit Accordion-Elementen klappbar. Die Bilder bleiben alle sichtbar, werden nur kleiner dargestellt. Alt-Texte müssen auf mobil genauso da sein wie auf Desktop.

Mittags checke ich die internen Links. Auf Desktop verlinke ich in der Sidebar zu verwandten Artikeln. Diese Sidebar existiert mobil nicht. Ich baue die Links direkt in den Content ein, damit sie überall erscheinen.

Am Nachmittag teste ich strukturierte Daten. Mein Desktop hat FAQ-Schema, mobil fehlt es komplett. Ich stelle sicher, dass beide Versionen identisches Markup haben. Das gleiche gilt für Breadcrumbs und Article-Schema.

Gegen 18 Uhr fordere ich eine neue Indexierung an. Jetzt heißt es warten. Mobile-First bedeutet: Was Google auf dem Handy nicht sieht, existiert für dein Ranking nicht. Deine mobile Version ist nicht mehr die kleine Schwester, sie ist deine einzige Version die zählt.