Wenn deine mobile Seite einfach zu langsam lädt
Nach dem Frühstück starte ich Chrome DevTools auf meinem Laptop und simuliere ein 3G-Netzwerk. Meine Startseite braucht 14 Sekunden zum Laden. Vierzehn! Kein Wunder, dass die Leute abspringen. Google sagt, nach drei Sekunden sind 53 Prozent der mobilen Nutzer schon weg.
Ich gehe systematisch vor. Zuerst die Bilder: Mein Hero-Image ist 3,1 MB groß und wird in Originalauflösung geladen, auch auf einem winzigen Handydisplay. Ich erstelle responsive Bilder mit srcset, kleinere Versionen für mobile Geräte. Dann aktiviere ich lazy loading für alles unterhalb der Falte.
Gegen Mittag schaue ich mir JavaScript an. Mein Theme lädt 847 KB an Scripts, die meisten davon ungenutzt. Ich deaktiviere erstmal alle Plugins und füge sie einzeln wieder hinzu. Carousel-Slider? Braucht kein Mensch. Social-Media-Buttons mit eigenem Script? Raus damit. Am Ende bleiben 203 KB übrig.
Nachmittags kümmere ich mich um Server-Antwortzeiten. Mein Shared Hosting antwortet manchmal erst nach 2,4 Sekunden. Ich aktiviere Caching mit WP Rocket, komprimiere CSS und JavaScript, verschiebe Render-blockierende Ressourcen. Die Time to First Byte fällt auf 0,6 Sekunden.
Um 17 Uhr teste ich wieder mit gedrosseltem 3G. Ladezeit jetzt: 3,2 Sekunden. Nicht perfekt, aber ich sehe den Inhalt sofort. Fontslade ich jetzt lokal statt von Google, das spart nochmal 400 Millisekunden.
Abends ist die Bounce Rate schon bei 58 Prozent. Mobile Geschwindigkeit ist messbar und jede Sekunde zählt wirklich.